Wasserbedarfsrechner

Berechne eine Trinkmengen-Orientierung aus Körpergewicht und Sportpensum - mit Formelannahmen, DGE-Einordnung und Grenzen.

Durchschnittliche Trainingszeit pro Tag; der Zuschlag ist eine grobe FitTools-Annahme.
Trinkmenge pro Tag1,34 lDas, was du tatsächlich trinken solltest. Der Sportzuschlag steckt vollständig hier drin, weil Schweißverlust über Getränke ausgeglichen wird.
Das sind Gläser à 250 ml6
Gesamtwasserzufuhr pro Tag2,48 lDie Größe, auf die sich der DGE-Richtwert von rund 35 ml je Kilogramm bezieht: Getränke, Wasser in fester Nahrung und Oxidationswasser zusammen. Deshalb liegt dieser Wert über der Trinkmenge.
Davon über feste Nahrung und Stoffwechsel1,13 lObst, Gemüse, Suppen und gegarte Speisen liefern diesen Anteil mit — er muss nicht getrunken werden.
  • Rechenannahme: 0,033 l pro kg Körpergewicht plus 0,75 l je Stunde Sport. Der Sportzuschlag ist eine grobe FitTools-Annahme, kein DGE-Referenzwert — gemessene Schweißraten reichen je nach Belastung und Klima von 0,5 bis 2,0 l pro Stunde.
  • Warum zwei Zahlen? Der DGE-Richtwert von 30 bis 35 ml je kg meint die gesamte Wasserzufuhr — Getränke, Wasser in fester Nahrung und Oxidationswasser zusammen. Auf Getränke entfallen davon bei Erwachsenen rund 1.410 von 2.600 ml. Die Trinkmenge oben ist genau dieser Anteil; als grobe Orientierung nennt die DGE rund 1,5 l Getränke pro Tag.
  • Ab etwa 51 Jahren senkt die DGE den Richtwert von 35 auf 30 ml je kg. Dieser Rechner unterscheidet nicht nach Alter und liegt für Ältere deshalb eher zu hoch.
  • Bei Herz- oder Nierenerkrankungen, akuten Beschwerden, Schwangerschaft/Stillzeit, Kindern/Jugendlichen oder ärztlichen Trinkvorgaben fachlich abklären.

So funktioniert der Wasserbedarfsrechner

Der Rechner zeigt zwei Zahlen, weil in der Ernährungsberatung zwei verschiedene Dinge gemeint sind — und die Verwechslung ist der häufigste Grund für übertriebene Trinkempfehlungen:

  • Trinkmenge — was du tatsächlich trinken solltest. Das ist die Zahl, nach der die meisten suchen.
  • Gesamtwasserzufuhr — Getränke, das Wasser in fester Nahrung und das im Stoffwechsel entstehende Oxidationswasser zusammen. Auf diese Größe bezieht sich der bekannte DGE-Richtwert von rund 35 ml je Kilogramm.

Der Unterschied ist erheblich: Bei Erwachsenen entfallen laut DGE nur rund 1.410 von 2.600 Millilitern auf Getränke, also gut die Hälfte. Wer den 35-ml-Richtwert als Trinkmenge liest, kommt auf fast das Doppelte des Nötigen. Deshalb weist der Rechner beides aus und benennt die Differenz als eigene Zeile.

Ein Zuschlag für Sport geht vollständig in die Trinkmenge — Schweißverlust wird getrunken, nicht gegessen. Alle Werte sind eine Orientierung für gesunde Erwachsene im Alltag, keine medizinische Trinkvorgabe.

Rechenannahmen und Quellenstand

Das Schema rechnet aktuell mit:

Gesamtwasserzufuhr = 0,033 l × Körpergewicht in kg + 0,75 l × Sportstunden

Trinkmenge = 0,033 l × Körpergewicht in kg × 0,54 + 0,75 l × Sportstunden

Der Faktor 0,54 ist der Getränkeanteil aus der DGE-Richtwerttabelle (1.410 von 2.600 ml).

Die Basis von 0,033 l pro kg liegt in der Nähe der DGE-Referenzwerte für Erwachsene: Die DGE weist 35 ml je Kilogramm und Tag für 19- bis 51-Jährige aus und senkt den Wert ab 51 Jahren auf 30 ml. Dieser Rechner unterscheidet nicht nach Alter und liegt für Ältere deshalb eher zu hoch. Der Wert passt als Rechenhilfe, ist aber keine individuelle Pflichtmenge.

Der Sportzuschlag von 0,75 l je Stunde ist eine grobe interne FitTools-Annahme. Er ist kein eigener DGE-Referenzwert und ersetzt keine Sporthydrationsplanung für lange, sehr intensive oder medizinisch besondere Belastungen. Intensität, Temperatur, Kleidung und persönliche Schweißrate können den Bedarf deutlich verschieben.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt in ihrer Empfehlung Am besten Wasser trinken für Erwachsene rund 1,5 Liter Getränke pro Tag als praktische Orientierung. Die DGE-Referenzwerte Wasser trennen Wasserzufuhr über Getränke, feste Nahrung und Stoffwechselwasser. Die genaue Tabelle unterscheidet nach Alter und Lebenssituation; FitTools verdichtet das bewusst zu einer einfachen Erwachsenen-Schätzung. Quellenstand: DACH, geprüft am 2026-08-28.

Wie du den Rechnerwert ohne starre Pflichtmenge in deinen Alltag übersetzt, ordnet der Ratgeber Trinkmenge im Alltag einschätzen ein.

Was zur Flüssigkeitszufuhr zählt

Wasser, Mineralwasser und ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees sind die naheliegende Basis. Kaffee sowie schwarzer oder grüner Tee können ungesüßt zur Flüssigkeitsbilanz beitragen, sollten wegen des Koffeins aber moderat bleiben. Diese Einordnung deckt sich mit der DGE-Seite Getränke. Die kurze FAQ Zählt Kaffee zur Flüssigkeitszufuhr? ordnet das ohne Koffein-Grenzwert und ohne Sonderfallberatung ein.

Auch wasserreiche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Suppen, gegarte Speisen oder Joghurt tragen zur Versorgung bei. Daraus lässt sich für den Alltag keine millilitergenaue Tagesvorgabe ableiten. Wichtig ist nur die Unterscheidung: Der Rechner schätzt Gesamt-Flüssigkeit, während die DGE-Empfehlung von rund 1,5 Litern sich auf Getränke bezieht.

Wann der Rechner nicht reicht

Hitze, trockene Heizungsluft, hoher Energieumsatz, sehr salz- oder proteinreiche Ernährung, Fieber, Erbrechen, Durchfall und Sport können den Wasserbedarf erhöhen. Solche Faktoren machen den Rechnerwert aber nicht genauer, sondern zeigen seine Grenze: Er liefert eine Größenordnung, keine Diagnose und keinen Behandlungsplan.

Bei Herz- oder Nierenerkrankungen, ärztlich begrenzter Trinkmenge, entwässernden Medikamenten, Schwangerschaft, Stillzeit, Kindern/Jugendlichen oder akuten Beschwerden reicht der Rechner nicht aus. In diesen Fällen sollte die passende Trinkmenge fachlich abgeklärt werden.

Verwandte Einordnung

Für die Einordnung von Sportbelastung hilft der Trainingspulsrechner. Kurze Antworten auf die Basisfragen findest du in Wie viel Wasser sollte man am Tag trinken? und Zählt Kaffee zur Flüssigkeitszufuhr?.

Quellen

  • DGE: Am besten Wasser trinken

    Deutsche Gesellschaft für ErnährungPrimärquelleAbruf: 28.08.2026

  • DGE-Referenzwerte: Wasser

    Deutsche Gesellschaft für ErnährungPrimärquelleAbruf: 28.08.2026

  • DGE-Ernährungskreis: Getränke

    Deutsche Gesellschaft für ErnährungPrimärquelleAbruf: 28.08.2026

  • Referenzwert Wasser — Richtwerte für die Wasserzufuhr

    Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)Primärquelle35 ml/kg und Tag für 19–51 Jahre, 30 ml/kg ab 51 — bezogen auf die GESAMTE Wasserzufuhr, davon 1410 von 2600 ml über GetränkeAbruf: 28.08.2026

  • Sweating rate and sweat sodium concentration in athletes

    Baker, Sports Medicine 2017;47(Suppl 1):111-128FachliteraturGemessene Schweißraten von rund 0,5 bis 2,0 l/h — stützt die Größenordnung, nicht den pauschalen ZuschlagAbruf: 28.08.2026

  • Sportzuschlag 0,75 l je Stunde

    FitToolsAnnahmeInterne Rechenannahme. Die DGE hält fest, dass für den deutschsprachigen Raum keine wissenschaftlich fundierten Ernährungsempfehlungen für Sportler vorliegen.Abruf: 28.08.2026

Häufige Fragen

Wie viel Wasser sollte man am Tag trinken?

Für Erwachsene nennt die DGE rund 1,5 Liter kalorienfreie oder kalorienarme Getränke pro Tag als Orientierung; dazu kommt Wasser aus fester Nahrung. Eine fixe Pflichtmenge für alle ist das nicht.

Die Faustregel von 30 bis 35 ml pro Kilogramm Körpergewicht ist vor allem eine Rechenhilfe. Bei 70 kg ergibt sie grob 2,1 bis 2,45 Liter Gesamt-Flüssigkeit, je nach Modell inklusive Anteil aus Lebensmitteln. Der Wasserbedarfsrechner übersetzt das in einen Startwert, nicht in eine medizinische Zielmenge.

Bei Hitze, Sport, Fieber, Erbrechen oder Durchfall kann der Bedarf steigen. Für Kinder, Schwangerschaft, Stillzeit, Erkrankungen, ärztlich begrenzte Trinkmengen oder ungewohnte Beschwerden ist der Ratgeber Trinkmenge im Alltag einschätzen nur Kontext; die passende Menge sollte fachlich abgeklärt werden.

Zählt Kaffee zur Flüssigkeitszufuhr?

Ja, Kaffee und Tee können zur Flüssigkeitszufuhr zählen. Sie müssen also nicht pauschal vom Trinkwert abgezogen werden.

Die bessere Basis bleiben trotzdem Wasser, Mineralwasser und ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees. Die DGE ordnet Kaffee sowie schwarzen und grünen Tee eher als Genussmittel ein, die moderat getrunken werden sollten. Für die Alltagsschätzung heißt das: Kaffee trägt Flüssigkeit bei, ersetzt aber nicht automatisch die sinnvollste Getränkeauswahl.

Wie Kaffee, Tee, feste Nahrung und der Wasserbedarfsrechner zusammen in die Flüssigkeitsbilanz passen, erklärt der Ratgeber Trinkmenge im Alltag einschätzen.